Schatz, dreh dich mal um…
Ein großes Panorama-Fenster zum Garten hin ist eine schöne Sache. Umso schöner, wenn hinter der adrett gestutzten Hecke das offene Feld beginnt und sich in der Weite verliert. In dunklen Tagen würde ich meine Altbauwohnung mit Fensterblick auf andere Altbauwohnungen gerne dagegen tauschen, um mich in die Ferne zu träumen und mich zu verlieren.
Doch was macht der beneidenswerte Panorama-Fenster-Blick-in-die-Weite-Besitzer? Er erträgt es nicht, den Blick ankerlos in der Ferne zu verlieren. Das erhabene Gefühl von Grenzenlosigkeit erträgt er nicht. Sein Ego braucht einen Spiegel. Und so stellt er sich eine Kuh aus Pappmache ins Grün, auf das der befleckte Wiederkäuer seine suchenden Blicke auffangen und zurückwerfen möge.
So gesehen bei einer Wanderung entlang des schönen Reinhardswald.






























February 19th, 2010 at 9:52 pm
Ja, wie schon das alte angelsächsiche Sprichwort uns lehrt:
“Steht die Kuh aus Papp im Garten, kriegt der Wanderer gleich ‘nen Harten”
Ja ja … die Angelsachsen. Auch ein komsiches Völkchen.
Nichtsdestotrotz: ein schönes Bild!